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Das Anschreiben ist das wichtigste Dokument Ihrer Bewerbung, denn diese Visitenkarte ist Ihre erste Gelegenheit, inhaltlich Aufmerksamkeit zu generieren und Interesse zu wecken. Wenn Sie diese Chance vergeben, besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass die restlichen Dokumente gar nicht mehr gelesen werden. Was nützt Ihnen also der perfekte Lebenslauf und die beste Qualifikation, wenn Ihre Mappe durch Ihr Anschreiben auf Stapel 2 (die guten liegen auf Stapel 1) landet?
Mit Formulierungen wie „hiermit möchte ich mich auf Ihre Stellenannonce vom … in ...bewerben.“, oder etwas seltener „mit Interesse habe ich Ihre Stellenannonce vom … in … gelesen.“, aber auch „Sie suchen motivierte Mitarbeiter für ...“ und weiterem, teilweise von gestandenen Bewerbungstrainern verklapptem geistigen Sondermüll wird der Massensuizid ganzer Bewerbergenerationen vorangetrieben. Und natürlich Bares damit verdient.
Also: Wenn nicht „hiermit“, womit dann? Warum „möchten“ sie sich noch bewerben, wenn Sie es bereits getan haben? Was interessierte, freute oder begeisterte Sie denn beim Lesen einer Stellenausschreibung? Glauben Sie ernsthaft, dass es Unternehmen gibt, die unmotivierte Mitarbeiter suchen??
Was glauben Sie, interessiert ein Unternehmen bei Bewerbern vorrangig?
Fachkompetenz? Klar!
Sozialkompetenz? Natürlich!
Ist das schon alles? Natürlich nicht!
Was fehlt noch? Na, was? Fällt Ihnen nichts ein?
Ihre Motivation!!
Was motiviert Sie, ausgerechnet in diesem Unternehmen arbeiten zu wollen? Was treibt Sie an, dass Sie gerade diesen Beruf ausüben wollen?
Sie wollen Geld verdienen! Logisch.
Sie wollen einen sicheren Arbeitsplatz! Selbstverständlich.
Glauben Sie wirklich, dass andere das nicht wollen??
Pardon. Die Betonung lag auf IHRE Motivation! Denn das ist es, was Sie von Ihren Mitbewerbern unterscheidet.
Jetzt beginnen die Probleme: Was ist an Ihrer Motivation so interessant, dass es einen potenziellen Arbeitgeber auf Sie aufmerksam machen würde? Wissen Sie es?
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